DRK-Presseinfo v. 27.12.2018

Mehr als 137 Millionen Euro geben die Deutschen für Silvesterböller aus. Es wird ausgelassen gefeiert - mitunter jedoch mit schwerwiegenden Folgen wie Handverletzungen, abgerissenen Fingern, Verletzungen am Auge oder Schädelverletzungen. Allein in der Berliner Charité mussten nach der Silvesternacht 2017/18 mehr als 40 Augenverletzungen behandelt werden - doppelt so viel wie in den Vorjahren. „Leider sorgt fahrlässiger Umgang mit Böllern Jahr für Jahr aufs Neue für schwere Verletzungen", warnt DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin. Er gibt folgende Erste-Hilfe-Tipps für den Fall, dass es doch zu Verletzungen kommt:

1. Verbrennungen:

Schnell reagieren! Kleinere Verbrennungen sollten gekühlt werden, großflächige nicht, da sonst eine Unterkühlung droht. Verbrennungen, die größer als die Handfläche sind, erfordern die Behandlung eines Arztes.

2. Handverletzungen:

Größere Wunden müssen umgehend steril abgedeckt werden. Bei größerem Blutverlust rufen Sie sofort einen Notarzt! Falls Finger oder Fingerteile abgerissen wurden, versuchen Sie, diese zu bergen und geben Sie ihn den Rettungskräften mit.

3. Augenverletzung

Verbinden Sie bei einer Augenverletzung immer beide Augen, damit das verletzte Auge nicht mehr bewegt wird. Wichtig ist es, bei ernsten Verletzungen umgehend die 112 zu wählen.

4. Alkoholvergiftung:

Maßloser oder ungewohnter Alkohol-Konsum kann zu einer Vergiftung führen mit lebensgefährlichen Folgen. Ein leichter Rausch ist noch kein Notfall. Wenn jemand durch überhöhten Alkoholgenuss zusammenbricht, muss das jedoch unbedingt ernst genommen werden. Sofort Atmung und Puls prüfen! Bleibt die Person auch nach wiederholten Ansprechversuchen bewusstlos, unbedingt einen Notarzt rufen. Außerdem besteht die Gefahr, dass der Bewusstlose erbricht und die Atemwege verschlossen werden. Deshalb den Betroffenen in die stabile Seitenlage bringen und möglichst warm halten. In einer kalten Silvesternacht im Freien sind solche Maßnahmen wegen der drohenden Unterkühlung lebensrettend.

DRK-Presseinfo v. 29.09.2018

Die Herbstferien stehen vor der Tür. Viele Familien nutzen sie für ausgiebige Wandertouren. Bergwacht-Bundesleiter Klemens Reindl gibt praktische Tipps, wie bei der gemeinsamen Naturerfahrung alle gesund und munter bleiben:

 1. „In den Bergen kann sich das Wetter schnell ändern. kleiden Sie sich deshalb in mehreren Schichten, die bei Bedarf abgelegt werden können. Eine Regenjacke gehört in jedem Fall ins Gepäck. Festes, bereits eingelaufenes Schuhwerk sorgt für einen sicheren Tritt.

2. In den Rucksack gehören unbedingt ein Handy mit geladenem Akku und ein kleines Erste-Hilfe-Set mit Verbandspäckchen mit elastischer Binde, Pinzette, Wunddesinfektionsmittel und persönlichen Medikamenten. Stirnlampe, Taschenmesser sowie eine Rettungsdecke sollten nicht fehlen.

3. Ein voller Bauch steigt nicht gern. – Starten Sie mit leichtem Frühstück in den Tag, wie Müsli, Obst und Joghurt. Auch Vollkornbrote mit Honig oder Aufschnitt sind geeignet. Meiden Sie unterwegs fettreiches Essen. Zwischendurch eignen sich Müsliriegel, Nüsse, Obst oder Brot.

4. Bei einer Tageswanderung müssen Erwachsene mindestens zwei Liter Flüssigkeit aufnehmen, Kinder trinken sogar eineinhalb- bis zweimal so viel. Am besten geeignet sind Wasser, Apfelschorle, Kräuter- oder Früchtetee. Einen Liter Wasser pro Person sollte man als Notration immer dabeihaben.

5. Lassen Sie sich nach der Ankunft erst einmal Zeit, sich an das veränderte Klima zu gewöhnen. Am nächsten Tag bietet sich eine leichte Talwanderung an. Wie weit und wie hoch man mit Kindern gehen kann, hängt von Motivation und Kondition ab. Kinder brauchen Abwechslung und keine ehrgeizigen Etappenziele. Die größte Unfallgefahr entsteht durch Selbstüberschätzung. Das Tempo bestimmt der langsamste Teilnehmer. Planen Sie ausreichend Pausen ein und wählen Sie die Tour so, dass die Kinder sich auch abseits des Weges bewegen können. So sind alle entspannter.

6. Je höher der Berg, desto dünner die Luft und aggressiver die Sonnenstrahlen. Empfindliche Kinderhaut verbrennt besonders schnell.

7. Denken Sie bei Ausflügen in die Natur immer auch an einen Müllsack für Plastikflaschen, Verpackungsmaterial, Essensreste oder benutzte Windeln und Taschentücher, den sie im nächsten Ort, umweltschonend entsorgen können.

8. Wählen Sie bei einem akuten Notfall die Notrufnummer 112. Die Rettungsleitstelle alarmiert bei Bedarf die Bergwacht.

 

DRK-Presseinfo v. 07.09.2018

Mehr als 1,7 Millionen Menschen hat das Deutsche Rote Kreuz im ver-gangenen Jahr in Erster Hilfe ausgebildet. „Die Erste-Hilfe-Kenntnisse sollten möglichst alle zwei Jahre aufgefrischt werden", sagt DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin anlässlich des diesjährigen Welt-Erste-Hilfe-Tages am 8. September 2018. „Das Rote Kreuz hat für jede Aus-gangssituation den richtigen Kurs. Bei uns kann jeder helfen lernen."

Der Erste-Hilfe-Tag 2018 steht ganz im Zeichen der Erste-Hilfe-Ausbildung für Verkehrsteilnehmer. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2017 nahezu 400.000 Personen bei Straßenverkehrsunfällen verletzt. 3.177 Menschen überlebten den Unfall nicht. „Bei rechtzeitigen und richtigen

Erste-Hilfe-Maßnahmen könnten zehn Prozent der Unfalltoten gerettet werden", sagt Sefrin. „Bei vielen Autofahrern ist jedoch der Kurs so alt wie ihr Führerschein. Daher appellieren wir an die Verkehrsteilnehmer, ihre Kenntnisse aufzufrischen und einen Kurs zu besuchen. Vergessen Sie nicht, dass auch Sie in Situationen kommen können, in der Sie auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind", sagt Sefrin und gibt Verkehrsteilnehmern weitere Tipps zur Ersten Hilfe: „Prüfen Sie regelmäßig, ob der Inhalt Ihres Verbandkastens noch verwendbar ist und erneuern Sie rasch verbrauchtes Material! Für Fahrradfahrer gibt es im Fachhandel spezielle Verbandtaschen. Diese sind zwar nicht vorgeschrieben, aber gerade bei kleinen und großen Fahrradunfällen extrem hilfreich."

 

DRK-Presseinfo v. 08.08.2018

Die anhaltende Hitze hat vielerorts zu einer „Wespenplage" geführt. Sogar von einem „Wespenjahr" ist schon die Rede. „Gefährlich sind ihre Stiche in der Regel nur für Allergiker oder im Mund- und Rachenraum. Dann ist schnelle Hilfe gefragt", sagt DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin und gibt drei wichtige Tipps für den Notfall:

„Normalerweise ist ein Stich nicht gefährlich. Schmerz und lokale Schwellungen sind normale Reaktionen, die von selbst zurückgehen. Kühlen hilft. Entfernen Sie den Stachel möglichst schnell, indem Sie ihn mit den Fingernägeln wegkratzen oder eine Pinzette nutzen, möglichst nicht mit den Fingern herausziehen, um nicht Gift in den Einstich zu drücken.

1: Bei einem Insektenstich im Mund und insbesondere im Rachen können Schleimhäute und Zunge anschwellen. Innerhalb kürzester Zeit verengen sich die Atemwege oder verschließen sich ganz. Rufen Sie sofort den Rettungsdienst (Notruf: 112) und kühlen Sie ganz schnell von innen und außen. Lassen Sie den Patienten Eiswürfel oder Speiseeis lutschen (wenn er schlucken kann!) und kühlen Sie den Hals mit kalten Umschlägen oder Kühlelementen (nicht direkt auf die Haut). Salben und Cremes gehören nicht auf die Stichstelle. Speichel oder Zitronensaft haben eine kühlende und antiseptische Wirkung.

2. Bei einer Insektengift-Allergie können Gifte von allen Insekten einen allergischen Schock auslösen Er ist zu erkennen an schnell auftretenden großen Hautschwellungen, Zungenbrennen, Juckreiz und Atemnot. Auch Kopfschmerzen, Schwindel, Herzrasen, Angst sowie Erbrechen oder Bewusstlosigkeit können auftreten. Wählen Sie sofort die 112 und lagern Sie den Patienten mit erhöhten Beinen. Beruhigen und beobachten Sie den Patienten. Ist der Betroffene bewusstlos, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage. Ist keine „normale" Atmung mehr vorhanden, beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (30x Herzdruckmassage und 2x Beatmen im Wechsel) und führen Sie diese fort bis der Rettungsdienst eintrifft.

3. Wie vorsorgen? Insekten stechen bei einem Angriff auf ihr Nest, wenn sie in Armbeuge, Hosenbein oder Kniekehle eingeklemmt sind oder in die Kleidung geraten, also nicht hektisch reagieren. Motorradfahrer sollten Handschuhe tragen und mit geschlossenem Visier fahren. Laufen Sie nicht barfuß. Getränke und Nahrung im Freien immer abdecken, Insektengift-Allergiker sollten jederzeit ein Notfallset bei sich haben."

Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Königswinter

Bahnhofstraße 47
53639 Königswinter

Tel.: (02223) 91 15 10
Fax: (02223) 91 15 12

This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Nächste Termine

NOEVENTS