DRK-Presseinfo v. 31.08.2017

Das Deutsche Rote Kreuz ruft zu Spenden für die notleidende Bevölkerung in den überfluteten Gebieten im US-Bundesstaat Texas auf. In Houston steht ein großer Teil der Stadt unter Wasser, Tausende Menschen mussten bereits aus ihren Häusern vor Hurrikan Harvey flüchten. „Die Helfer des Amerikanischen Roten Kreuzes sind seit Tagen im Dauereinsatz, um Menschen zu evakuieren und die Geretteten in den Notunterkünften zu versorgen. Jetzt ist der Moment, unseren Freunden in den USA zur Seite zu stehen. Wir werden alle Spenden, die wir für die Flutopfer in den USA erhalten, direkt an das Amerikanische Rote Kreuz weiterleiten“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

Die Lage in den Hochwassergebieten im Südosten von Texas und im Südwesten von Louisiana ist kritisch. Zahlreiche Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mussten ihre Patienten und Bewohner evakuieren. Alle öffentlichen Verkehrsmittel stehen still. Schulen und Flughäfen sind geschlossen und Hunderttausende sind ohne Strom. Das Amerikanische Rote Kreuz hat bereits Ausrüstung zur Unterbringung von 34.000 Menschen in Notunterkünften vor Ort verfügbar, Material für weitere 18.000 Menschen befindet sich auf dem Weg. Zudem wurden mehr als 80 Sattelzugladungen mit Feldbetten, Decken, Fertiggerichten, Küchenbedarf und Reinigungsgerät in die Katastrophenregion geschafft.

„Das Amerikanische Rote Kreuz hat 200 Fahrzeuge für den Einsatz bereitgestellt. Um eine ausreichende Blutversorgung von Krankenhauspatienten zu gewährleisten, waren rechtzeitig vor dem Sturm die Vorräte an Blutprodukten in Houston bereits aufgestockt worden. Dank moderner Kommunikationstechnik konnten unsere Kollegen zudem knapp 11 Millionen Hurrikan- und Hochwassermeldungen mittels Rotkreuz-Handy-Apps ausgeben. Diese Echtzeit-Informationen helfen den Menschen, sich selbst und ihre Familien zu schützen“, sagte Reuter.

Bitte helfen Sie der notleidenden Bevölkerung in den Hochwassergebieten mit Ihrer Spende:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hurrikan Harvey

DRK-Presseinfo v. 18.08.2017

Nach heftigen Überschwemmungen und Erdrutschen in Nepal und Indien infolge ungewöhnlich starker Monsun-Regenfälle bereitet das Deutsche Rote Kreuz im Nachbarland Bangladesch die Menschen auf drohende Überflutungen vor. 20 von 64 Distrikten des Landes melden bereits gestiegene Pegelstände. „Die Flüsse haben vielerorts schon die kritischen Marken überschritten und den Wettervorhersagen zufolge werden weitere Regenfälle die Lage noch verschärfen. Wir haben frühzeitig reagiert und in unseren Projektregionen Vorsorgemaßnahmen eingeleitet, damit die Menschen sich noch vor dem Eintreffen der Katastrophe dagegen wappnen. Zugleich bereiten wir uns auf weitere umfangreichere Hilfsmaßnahmen vor", sagt Emilio Teijeira, Büroleiter des DRK in Bangladesch.

So hatten die Helfer des DRK bereits im Juli damit begonnen, kleinere Bargeldbeträge an die Menschen in den betroffenen Gebieten auszuzahlen für Lebensmittel, Tierfutter oder Transportkosten, damit sie sich vor den Fluten in Sicherheit bringen können. Die Hilfe erfolgt nach dem innovativen Forecast-based Financing Ansatz. Dieser setzt auf ein Frühwarnsystem auf Grundlage von Extremwettervorhersagen. Das System schlägt ab einem vorher definierten Schwellenwert Alarm, woraufhin bestimmte Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden, bevor zum Beispiel eine Flut zu einer humanitären Katastrophe führt. Das DRK setzt den Ansatz mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes aktuell in weltweit sieben Pilotländern, darunter Bangladesch, um. Aktuell sind in Bangladesch schon etwa 3,9 Millionen Menschen direkt vom Hochwasser betroffen, mehr als 300 Menschen kamen bereits ums Leben.

In Nepal fanden im tiefliegenden Landesteil Terai 200 Menschen durch Überflutungen und Erdrutsche den Tod und rund zwei Millionen wurden vertrieben. Das Hochwasser in der Kornkammer Nepals macht viele Orte unerreichbar, die Trinkwasserversorgung und die Ernten sind gefährdet und langfristig könnte es zu Ernährungsengpässen kommen. In Nordostindien melden vor allem die Staaten Assam, Manipur und Bihar – über 60 Distrikte-schwere Überflutungen. Rund 11 Millionen Menschen sind vom Hochwasser betroffen, Trinkwasserknappheit, Infektionskrankheiten und Ernährungsengpässe drohen auch hier.

DRK-Presseinfo v. 18.07.2017

Gewitter und Unwetter sind ab Donnerstag für weite Teile Deutschlands angekündigt. Das DRK erklärt, wie Sie im Ernstfall helfen können, wie Sie sich bei einem Gewitter verhalten sollten und wo Sie sicher sind. „Ein Blitz kann eine Spannung von mehreren Millionen Volt haben. Das klingt erschreckend. Doch je schneller die Hilfe kommt, desto besser sind die Chancen zu überleben. Auch Menschen, die keine besonderen Kenntnisse in Erster Hilfe haben, sollten keine Zeit verlieren“, sagt DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin. Hier seine Tipps:

Tipp 1: Schnelle Hilfe rettet Leben - keine Gefahr für den Helfer!
Im Gegensatz zu anderen Elektrounfällen besteht unmittelbar nach dem Blitzschlag keine Gefahr für den Helfer. Bei Kreislaufstillstand beginnen Sie sofort mit der Wiederbelebung: Drücken Sie 30mal mit dem Handballen das Brustbein ca. 5-6 cm tief ein, und zwar mit einer Frequenz von 100 -120 Mal pro Minute. Es folgen zwei Atemspenden im Wechsel. Erhält ein Blitzopfer in den ersten fünf Minuten nach dem Einschlag Hilfe, haben die Wiederbelebungsmaßnahmen in mehr als 80 Prozent Erfolg. Bei Verbrennungen große Brandwunden nicht kühlen, nur die Wunde abdecken. Bei Knochenbrüchen oder Verletzungen nach Stürzen ist es wichtig, den betroffenen Körperteil möglichst nicht zu bewegen und ruhig zu stellen. In allen Fällen ist es wichtig, sofort den Notruf 112 abzusetzen und Verletzte nicht unbeobachtet zu lassen.

Tipp 2: Der beste Schutz: Häuser mit Blitzableiter und Autos
Zieht ein Gewitter auf, ist man in einem Gebäude mit Blitzableiter am sichersten. Autos, Wohnmobile oder die Kabine einer Seilbahn bieten den gleichen Schutz Wichtig: Unbedingt Fenster schließen.

Tipp 3: Im Freien: Machen Sie sich klein!
Wenn Sie unterwegs ein Gewitter überrascht, meiden Sie Bergspitzen, Aussichtstürme und einzelne Bäume oder Baumgruppen. Machen Sie sich so klein wie möglich, gehen Sie mit eng zusammen stehenden Füßen in die Hocke, am besten in einer Bodenmulde. Umschlingen Sie mit den Armen die Knie, nicht anlehnen. Radler und Reiter sollten unbedingt absitzen und Schutz suchen! Radfahrer sollten sich ein paar Meter vom Rad entfernen.

Tipp 4: Wasser, weite Ebenen und Metall sind gefährlich
Schon beim ersten Donnergrollen heißt es, raus aus dem Wasser. Der Kopf bildet im Wasser den höchsten Punkt im Umkreis und ist ein sehr wahrscheinliches Ziel für den Blitz. Legen Sie Regenschirme und Wanderstöcke in sicherer Entfernung ab. Meiden Sie Masten, Antennen oder Metallzäune. Auch wer nicht direkt vom Blitz getroffen wird, kann verletzt oder getötet werden. Dort wo der Blitz einschlägt, verteilt sich die elektrische Energie kreisförmig und im Erdreich und kann auch im Umkreis Schaden anrichten.

DRK-Presseinfo v. 16.06.2017

Mit Ferienbeginn in der nächsten Woche sind Staus und dichter Verkehr programmiert. „Wenn irgendwo im Gedränge Blaulicht und Signalhorn auftauchen, zählt jede Sekunde für den Rettungseinsatz. Nur nicht abrupt bremsen, sondern die Geschwindigkeit vorsichtig verringern und sich einen Überblick verschaffen", empfiehlt DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin und erklärt, was bei einer Rettungsgasse laut Straßenverkehrsordnung zu beachten ist:
„Bei Stau auf einer zweispurigen Autobahn muss die Rettungsgasse in der Mitte gebildet werden; bei mehr als zwei Spuren zwischen der linken Spur und den jeweils rechten davon. Selbst wenn ein Rettungsfahrzeug die Gasse bereits passiert hat, ist diese unbedingt für Nachfolgende freizuhalten. Hektisches Ausscheren ist auf jeden Fall zu vermeiden. Ein Spurwechsel oder den Halt am Fahrbahnrand muss den nachfolgenden Fahrzeugen immer rechtzeitig durch Blinken signalisiert werden.Diese Regeln gelten auch im Stadtverkehr. Bei roten Ampeln darf unter Beachtung größtmöglicher Vorsicht in den Kreuzungsbereich hinein gefahren werden, wenn dies den Weg für Einsatzkräfte freimacht. Dies gilt auch bei Blitzampeln! Notieren Sie sich gegebenenfalls Zeit und Ort. Falls es dafür eine Strafanzeige gibt, kann so Einspruch eingelegt werden.
In der Stadt aber auch auf der Landstraße ist es wichtig, dass sobald das Einsatzfahrzeug hörbar, aber noch nicht in Sicht ist, daß rechtzeitig an den Straßenrand, auf Parkplätze oder Haltebuchten ausgewichen wird. Niemals in unübersichtlichen Kurven halten! Lieber einige Meter weiter, an einer übersichtlicheren Stelle an den Rand fahren.Fahrzeuge mit Blaulicht und Signalhorn sind immer in Eile!", betont Professor Sefrin. „Wenn sie langsam fahren, kann das bedeuten, dass sich ein Patient im Auto befindet, der versorgt werden muss. Scharfe Bremsmanöver und ruckartiges Anfahren sind dann nicht möglich. Deshalb auch langsamen Rettungsfahrzeugen mit Sondersignal immer den Weg frei machen."

Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Königswinter

Bahnhofstraße 47
53639 Königswinter

Tel.: (02223) 91 15 10
Fax: (02223) 91 15 12

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