DRK-Presseinfo v. 05.01.2017

Das Deutsche Rote Kreuz appelliert an die internationale Staatengemeinschaft, Uganda bei der Hilfe für Flüchtlinge stärker zu unterstützen. „Jeden Tag kommen rund  2.500 neue Flüchtlinge aus dem Südsudan in Uganda an. 80 Prozent davon sind Frauen und Kinder. Bis Jahresmitte rechnen wir mit insgesamt einer Million Flüchtlingen. Wir dürfen Uganda mit dieser großen Herausforderung nicht alleine lassen“, sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg nach einem Besuch mehrerer Hilfsprojekte in Uganda.
„Schon jetzt nimmt kein anderes Land in Afrika mehr Flüchtlinge auf als Uganda. Die im letzten Sommer neu eröffnete Flüchtlingssiedlung Bidibidi im Norden Ugandas bietet  jetzt bereits über 200.000 Menschen Schutz und ist damit das am rasantesten wachsende Flüchtlingslager der Welt. Deshalb ist dort dringend langfristige Hilfe notwendig, um die Menschen aus dem Südsudan, die vor den dortigen Kämpfen fliehen, zu unterstützen und sie in Uganda zu integrieren. Ziel muss es dabei sein, dass die Flüchtlinge ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können“, sagt die DRK-Vizepräsidentin.
Seit dem erneuten Ausbruch des Bürgerkrieges im Südsudan im Dezember 2013 ist das Deutsche Rote Kreuz mit Projekten für südsudanesische Flüchtlinge in Uganda aktiv. „Wir verbessern die Trinkwasserversorgung, indem wir Brunnen nicht nur für die Flüchtlinge, sondern auch für die einheimische Bevölkerung bohren, die ebenso unter einem Mangel an Trinkwasser leidet“, sagt Donata von Schenck.
Das DRK unterstützt gemeinsam mit dem Ugandischen Roten Kreuz den Bau von einfachen Unterkünften und Latrinen und betreibt Aufklärung bei der Hygiene. Außerdem stellt das DRK Saatgut und Ackerbaugeräte zur Verfügung und berät die Flüchtlinge, wie sie ihre Ernteerträge verbessern können. „Ein Teil unserer bisherigen Arbeit wird durch die Bundesregierung finanziell unterstützt, zur Fortführung der  Nothilfe sind wir aber dringend auf private Spenden angewiesen“, sagt Donata von Schenck.

DRK-Presseinfo v. 02.12.2016

Das Deutsche Rote Kreuz wird auch im nächsten Jahr wieder Tausende Helfer qualifizieren und weiterbilden, um sie bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zu unterstützen. „Besonders wichtig ist das gegenwärtig in der Flüchtlingshilfe, wo das DRK in rund 320 Unterkünften mehr als 40.000 Flüchtlinge betreut. Diese Projekte leben vom Engagement ehrenamtlicher Helfer. Darunter sind auch viele, die bisher noch nie etwas mit dem DRK zu tun hatten.“ sagte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes am 5. Dezember.
Der DRK-Präsident begrüßte, dass das Förderprogramm der Bundes-Integrationsbeauftragten Aydan Özoğuz über 2016 hinaus verlängert wird. In den letzten 15 Monaten konnten im Rahmen dieses Förderprogramms im DRK 750 Koordinatoren weitergebildet und mehr als 6.500 Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe geschult werden. Rund 30.000 Flüchtlinge profitierten durch eine verbesserte Beratung und Betreuung. Seiters: „Wir haben aus eigener Kraft in den letzten Jahren bereits in vielen unserer fast 500 Kreisverbände hauptamtliche Ehrenamtskoordinatoren eingesetzt, die für die Unterstützung der freiwilligen Helfer  zuständig sind. Doch wir brauchen die Unterstützung von Gesellschaft und Politik, um ausreichende Strukturen für das Ehrenamt anbieten zu können.“
Mit seinen 400.000 ehrenamtlichen Mitgliedern  ist das DRK bundesweit ein wichtiger Partner der Behörden im Katastrophenschutz sowie der Wohlfahrts- und Sozialarbeit als Teil der Zivilgesellschaft in der Bundesrepublik. Als Mitglied der Internationalen Föderation der Rotkreuz-und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) ist das Deutsche Rote Kreuz Teil der weltweit größten Freiwilligen-Bewegung mit rund 17 Millionen Aktiven.

DRK-Presseinfo v. 25.11.2016

DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters hat sich bei den zehntausenden freiwilligen und hauptamtlichen Helfern für „den großartigen Einsatz“ in der Flüchtlingshilfe bedankt. Die vergangenen zwölf Monate seien geprägt gewesen von der größten humanitären Herausforderung für das DRK seit Jahrzehnten mit dem Zustrom von hunderttausenden von Flüchtlingen, sagte Seiters am Freitag bei der 66. Ordentlichen Bundesversammlung des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin. Der DRK-Präsident hob dabei auch das humanitäre Engagement der bundesweit 25.000 Rotkreuz-Schwestern für das Gesundheits-, Pflege- und Sozialsystem der Bundesrepublik hervor. Er richtete einen dringenden Appell an die Politik, diesen Einsatz „zum Wohle der heute und zukünftig in unserem Land lebenden Menschen“ durch eine Ausnahmeregelung im künftigen Arbeitnehmerüberlassungsgesetz zu verankern.
Ohne eine solche Ausnahmeregelung sei der Einsatz der Rotkreuz-Schwestern für Menschen in Not und in Krisensituationen im In- und Ausland gefährdet. Die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung im Alltag, im Krisenfall sowie im bewaffneten Konflikt  gemäß DRK-Gesetz und den Genfer Abkommen sei durch die Schwesternschaften im Deutschen Roten Kreuz dann nicht mehr gewährleistet. „Wir sehen das mit großer Sorge“, sagte Seiters auch mit Blick auf eine in der vergangenen Woche ergangene Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs. Der Generalsekretär der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften, Elhadj As Sy, hob die Rolle des Deutschen Roten Kreuzes in der internationalen Rotkreuz-Bewegung bei der humanitären Arbeit sowohl in Deutschland als auch im Ausland hervor. Der Einsatz der Freiwilligen, der Mitarbeiter und der Führung des DRK sei beeindruckend. Der scheidende Berliner Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja, sagte, während der Hochphase der Flüchtlingskrise Ende letzten Jahres seien bis zu 1.000 Geflüchtete pro Tag in die Bundeshauptstadt gekommen. „In dieser Situation war das Deutsche Rote Kreuz immer ein wichtiger und verlässlicher Partner für uns – und ist es bis heute. Viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK haben sich mit uns zusammen für eine menschliche Aufnahme der Flüchtlinge engagiert und tun dies auch weiterhin. Dafür gilt ihnen mein besonderer Dank“, sagte Czaja. Bundesweit  betreut das DRK derzeit rund 42.500 Flüchtlinge in 318 Unterkünften.

DRK-Presseinfo v. 27.10.2016

Nach dem Wirbelsturm "Matthew“ sind in Haiti Ausbrüche von Cholera weiter eine große Gefahr. Die Zahl der Erkrankungsfälle hat sich mit täglich rund 140 im Vergleich zur Zeit vor dem Wirbelsturm fast verdoppelt. „Nach dem Sturm und den starken Regenfällen ist es vielerorts zu Überschwemmungen gekommen“, sagt Caterina Becorpi, Leiterin des DRK-Büros in Haiti. Zudem seien oftmals neben der Infrastruktur auch die Wasserleitungen zerstört worden. Das DRK wird daher in der am stärksten vom Wirbelsturm betroffenen Region im Department Nippes die Menschen dabei unterstützen, wieder Zugang zu sauberem Wasser zu bekommen und die hygienischen Bedingungen zu verbessern. Auch wurden bereits 2100 Sets mit Wasserreinigungstabletten zur Vorbeugung gegen Cholera sowie 1000 Hygienesets beschafft und in die betroffene Region transportiert.
Aufgrund versperrter oder verschütteter Straßen infolge der enormen Zerstörungskraft des Hurrikans konnten Helfer noch immer nicht in alle betroffenen Gebiete vordringen. „Neben der Vorbeugung von Cholera ist es aktuell unser Hauptziel, Zugang zu allen der insgesamt rund einer Million Betroffenen zu schaffen und Hilfe zu den Menschen auch in entlegenen Regionen zu bringen“, sagt Becorpi. Den lokalen Behörden zufolge kamen bei dem Wirbelsturm am 4. Oktober hunderte Menschen ums Leben. Mehr als 175.000 Häuser wurden beschädigt oder zerstört. „Es ist davon auszugehen, dass in Teilen des Landes die Grundlage für Viehzucht und Ackerbau zu 100 Prozent zerstört wurde. Aber noch immer liegen über das tatsächliche Ausmaß nicht alle Informationen vor“, sagt Becorpi. Im Department Nippes unterstützt das DRK die Bevölkerung bereits seit dem schweren Erdbeben im Jahr 2010. Auch in normalen Zeiten leiden die Menschen dort unter niedrigen Ernteerträgen, schlechtem Zugang zu Wasser und Mangelernährung.

Das DRK bittet dringend um Spenden:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Hurrikan Matthew

 

Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Königswinter

Bahnhofstraße 47
53639 Königswinter

Tel.: (02223) 91 15 10
Fax: (02223) 91 15 12

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