DRK-Presseinfo v. 19.07.2016

Im östlichen und südlichen Afrika leiden Millionen Menschen an der teilweise noch anhaltenden extremen Dürre sowie deren verheerenden Folgen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterstützt Menschen in Somaliland und Mosambik, die von den Wetterextremen besonders betroffen sind. „Seit Mai 2015 herrscht im südlichen Afrika eine heftige Dürre, die sich durch das El-Niño-Phänomen noch fortlaufend erweitert und verstärkt hat. Die Folgen sind dramatische Ernteausfälle, UN-Angaben zufolge sind in den betroffenen Regionen rund 50 Millionen Menschen akut vom Hunger bedroht", sagt Samuele Tomassini, Projektmanager des DRK in Mosambik.

Im südlichen Mosambik sind 35 Prozent der Anbauflächen vollkommen ausgetrocknet, so dass bis zur nächsten Regenzeit (erwartet für März 2017) keine Lebensmittel produziert werden können. Die Lebensmittelpreise sind inzwischen schon 50 Prozent höher als im letzten Jahr. Das DRK ist bereits seit Jahren in Mosambik im Bereich der Katastrophenvorsorge aktiv. In der Projektregion im Bezirk von Guijà in der Provinz Gaza sind allein 23.000 Menschen akut von Hunger bedroht. „Hier wurde mit Hilfe des DRK mit der Verteilung von Getreidesamen, der Lieferung von Wasserpumpen und der Ausgabe von Mahlzeiten für Kinder in Schulen begonnen", sagt Tomassini.

Auch in Somaliland ist nach ausgebliebenen Regenfällen die Lebensgrundlage von Teilen der Bevölkerung durch akute Dürre bedroht. Der Klimawandel und politische Instabilität sind ohnehin schon große Herausforderungen, der Zugang zu Wasser ist bereits bei gewöhnlichen Wetterlagen schwierig - die aktuelle Lage verschärft die Situation weiter. Das DRK leistet zusammen mit dem Finnischen Roten Kreuz akute Nothilfe. Um die Ernährung zu sichern, werden Geldleistungen für Tierfutter für 450 besonders gefährdete Haushalte vergeben. Insgesamt 720 Haushalte erhalten Unterstützung in der Feldarbeit durch zur Verfügung gestellte Traktoren. Da auch der Zugang zur Gesundheitsversorgung für viele Menschen in der Region nur sehr schwer möglich ist, versorgen mobile Gesundheitsstationen die Bevölkerung mit medizinischen Leistungen und Medikamenten. Von den Gesundheitsleistungen profitieren etwa 46.000 Menschen.

DRK-Presseinfo v. 02.06.2016

Der Bundesverband des Deutschen Roten Kreuzes schickt Bautrockner in die vom Hochwasser betroffenen Gebiete. Im DRK-Logistikzentrum Berlin-Schönefeld werden heute Abend die ersten 200 Bautrockner verladen. Zwei Sattelschlepper starten am frühen Freitagmorgen nach Biberach (Baden-Württemberg). Von dort aus werden die Geräte verteilt, damit Opfer der schweren Unwetter der vergangenen Tage ihre Häuser trocknen können. „Aus den Hochwassern vergangener Jahre wissen wir, wie langwierig die Beseitigung der Hochwasserschäden ist. Das Rote Kreuz versucht, den Betroffenen schnellstmöglich und nachhaltig zu helfen“, sagt Frank Jörres, Teamleiter Krisenmanagement im DRK-Bundesverband.

Insgesamt verfügt das DRK über 600 Bautrockener, die im Zuge der Hochwasserhilfe 2013 angeschafft wurden. „Angesichts der wechselhaften und unruhigen Wetterlage stellen wir uns darauf ein, dass weitere Hilfe nötig sein wird“, sagt Jörres. Bundesweit sind in den betroffenen Gebieten hunderte DRK-Helfer im Einsatz. Weitere sind in Alarmbereitschaft versetzt worden.

Das Bayerische Rote Kreuz ist seit gestern mit einem Großaufgebot der Wasserwacht, der Bergwacht und den Bereitschaften vor Ort. Die Helfer sind mit Booten, Fahrzeugen und Hubschraubern im Dauereinsatz. Sie retteten Menschen von den Hausdächern und aus anderen dramatischen Situationen und unterstützen die Evakuierungsmaßnahmen. Nach einer ersten Bilanz wurden von der Wasserwacht des Roten Kreuzes in Niederbayern 482 Menschen evakuiert. Insgesamt 17 Menschen konnten nur mit der Hilfe von Hubschraubern in Sicherheit gebracht werden.

"Das Ausmaß der Verwüstungen ist unglaublich. Die Rettungskräfte waren die ganze Nacht über im Einsatz, um von den Wassermassen eingeschlossene Bewohner zu befreien und beobachten die derzeitige Situation“, sagt Herbert Wiedemann Kreisgeschäftsführer Rottal Inn und aktiv in der Wasserwacht Bayern.

DRK-Presseinfo v. 19.05.2016

Endlich Anbaden! Das kommende Wochenende wird heiß. Die DRK-Wasserwacht gibt praktische Tipps, wie beim Badespaß alle gesund und munter bleiben. Immerhin ist Ertrinken bei Kindern die zweithäufigste Todesursache.

Unbedingt frühzeitig Schwimmen lernen
Immer weniger Kinder können richtig schwimmen, weil Schwimmbäder schließen und an den Schulen zu wenig Schwimmunterricht gegeben wird. Hinzu kommen viele Flüchtlingskinder, die nicht schwimmen können und oft auch die Gefahren der Gewässer unterschätzen. Markus Ostermeier, Vertreter der Wasserwacht im DRK-Präsidium sagt: „Kinder sollten so früh wie möglich schwimmen lernen. Wenn ein Kind mit neun oder zehn Jahren noch nicht sicher schwimmen kann, müssen die Eltern aktiv werden. Das heißt: Selbst mit dem Kind üben oder es zum Schwimmkurs schicken. Die DRK-Wasserwacht bietet in vielen Städten günstige Kurse an.

Nicht aus den Augen lassen
Ostermeier: „Die Hauptursache für tödliche Unfälle von Kindern im Wasser ist die Verletzung der Aufsichtspflicht. Das Allerwichtigste ist der aufmerksame Blick der Eltern. Sie sollten sich bei der Aufsicht abwechseln, um selbst auch entspannen zu können. Entweder das Kind kann schwimmen - das ist offiziell der Fall, wenn man das Seepferdchen-Abzeichen erworben hat - oder es hat allein im Wasser nichts zu suchen. Das gilt auch, wenn das Gewässer durch Wasserretter abgesichert ist. Wasser zieht Kinder magisch an. Nur ein Moment der Achtlosigkeit kann fatale Folgen haben. Wenn der Kopf unter Wasser gerät, erschrickt es und atmet einfach weiter. Wasser gelangt ungeschützt in die Lunge. Es folgt der Hustenreflex, noch mehr Wasser gerät in die Lunge und der Körper sinkt weiter in die Tiefe sofern es keinen entsprechenden Hilfsmittel trägt - ein fatales Zusammenspiel.“ Schwimmflügel und andere Schwimmhilfen sind keine Rundumsorglos-Lösung. Sie helfen beim Schwimmen lernen, schützen aber nicht zuverlässig vor dem Ertrinken. Für Bootstouren sind ohnmachtssichere Rettungswesten Pflicht.

Baderegeln gelten auch für die Größeren
Ostermeier: „Zu den wichtigsten Bade-Regeln, die übrigens auch für Erwachsene gelten, gehört: Andere nicht schubsen, sie untertauchen oder auf sie springen. Nicht durch Wasserpflanzen, in der Nähe von fahrenden Booten, an Brücken, Buhnen oder technischen Anlagen schwimmen. Nicht ins Ungewisse springen, also z.B. nicht von Brücken oder Felsen in trübe Gewässer. Niemals mit vollem Bauch, unter Alkoholeinfluss oder ohne Abkühlung ins Wasser gehen. Längere Strecken nie allein schwimmen.“

Die DRK-Wasserwacht hat 140.000 Mitglieder. An rund 3.000 Wachstationen leisten die Helfer der DRK-Wasserwacht rund 50 Prozent aller Wasserrettungseinsätze in Deutschland und retten dabei jährlich über 250 Menschen vor dem Ertrinken.

DRK-Presseinfo v. 18.04.2016

Nach dem schweren Erdbeben in Ecuador sind rund 800 Helfer des Ecuadorianischen Roten Kreuzes rund um die Uhr damit beschäftigt, weitere Verschüttete zu bergen und die Überlebenden zu versorgen. Medizinisches Personal und mobile Behandlungszentren sind im Einsatz. „Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Tagen akuter Bedarf nach Gesundheits- und Traumaversorgung sowie nach psychosozialer  Unterstützung zu erwarten sind“, sagt Christof Johnen, Leiter der Internationalen Zusammenarbeit beim Deutschen Roten Kreuz. Das DRK ruft zu Spenden auf.

Am Samstag war die Pazifikküste von Erdstößen der Stärke 7,8 erschüttert worden. Vor allem die Küstenregionen mit ihren Touristen-Stränden sowie die Hafenmetropole Guayaquil waren betroffen. Das Epizentrum des Bebens lag an der Grenze zwischen den Provinzen Esmeraldas und Manabí. Die Erdstöße waren auch im 170 Kilometer entfernten Quito sowie im Norden Perus und im Süden Kolumbiens zu spüren. Aus den beiden Ländern liegen bisher keine Berichte über Todesopfer vor.

Das Kolumbianische und das Mexikanische Rote Kreuz hatten bereits am Sonntag zusammen 109  Spezialisten aus den Bereichen ‚Search and Rescue‘, psychosoziale Betreuung und Telekommunikation in die Region gebracht. Auch das DRK hat seine Hilfe angeboten: „Wir stehen bereit, unserer Schwesterorganisation und den Menschen in den betroffenen Gebieten zu helfen, deren Häuser zerstört wurden und die vor dem Nichts stehen“, sagte Christof Johnen.

Das DRK unterhält gute Beziehungen zum Ecuadorianischen Roten Kreuz und hatte bereits in der Vergangenheit explizit in der jetzt betroffenen Provinz Esmeraldas Helfer in Katastrophenvorsorge geschult. „Die Mitarbeiter und Freiwilligen des Roten Kreuzes vor Ort  tun alles, um den betroffenen Menschen zu helfen. Sie sind unermüdlich um Einsatz und sie sind gut ausgebildet“, sagte Johnen. Die Behörden gehen aktuell von 276Toten und 2.068 Verletzten aus.

Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Königswinter

Bahnhofstraße 47
53639 Königswinter

Tel.: (02223) 91 15 10
Fax: (02223) 91 15 12

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