DRK-Presseinfo v. 01.07.2015

Steigen die Temperaturen kann es zu erheblichen Gesundheitsschäden kommen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) rechnet deshalb vermehrt mit Hitzenotfällen – besonders bei älteren oder kranken Menschen.

DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Peter Sefrin empfiehlt: „Bei Hitze unbedingt mehr trinken. Die tägliche Trinkmenge von rund zwei Litern sollte mindestens um einen Liter erhöht werden." Da bei älteren Menschen oft das Durstgefühl verloren geht, haben sie schon unter normalen Umständen kaum eigenen Antrieb zu trinken. Bei Hitze verschärft sich das Problem, denn es wird mehr Flüssigkeit durch Schwitzen ausgeschieden.

Kranke Menschen sind bei Hitze ebenfalls besonders gefährdet, da bestimmte Medikamente entwässernd wirken. Alkoholkonsum stellt – bei Jung und Alt – einen zusätzlichen Gefährdungsfaktor dar, da auch er durch vermehrte Ausscheidung zu Flüssigkeitsverlusten führt. Vorsorglich sollte die Kleidung entsprechend gewählt werden. Es empfiehlt sich dünnes Gewebe, das den Schweiß aufnehmen kann und wärmedurchlässig ist. Der Schweiß muss auf der Haut verdunsten können. Erste Hinweise für einen Hitzenotfall können Muskelkrämpfe besonders in den Beinen oder ein plötzlicher Kreislaufkollaps sein. Hier helfen gekühlte, elektrolythaltige Getränke - wie Apfelsaftschorle. Durch Öffnen überflüssiger oder beengender Kleidung kann ein Wärmestau verhindert werden. Für zusätzliche Kühlung sorgen kalte Umschläge und das Zufächeln von Luft.

Wenn sich der Zustand des Hitzeopfers durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht bessert, sollte man unbedingt den Rettungsdienst (Tel. 112) rufen.

Vorsicht auch vor der direkten Sonneneinstrahlung. Säuglinge dürfen keinesfalls der direkten Sonne ausgesetzt werden. Kleinkinder und Senioren sowie hellhäutige Menschen sind sehr empfindlich und müssen sich besonders schützen. Deshalb ist der Sonnenhut für kleine Kinder und für ältere Menschen evtl. mit einem Nackenschutz ein Muss, um die Kopfhaut vor der Sonne zu schützen. Wer über die Feiertage Ausflüge oder andere Aktivitäten im Freien plant, sollte Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, lichtdichte Kleidung und eine leichte Kopfbedeckung benutzen.

 

DRK-Presseinfo v. 05.06.2015

Das erste richtig warme Wochenende in diesem Jahr ist wie geschaffen für einen ausgedehnten Grillabend. Doch Vorsicht, jedes Jahr kommt es in Deutschland zu rund 4.000 Grillunfällen. Häufig sind schwere Verbrennungen die Folge. Sie können lebensbedrohlich sein. Das DRK erklärt, wie Sie bei einem Grillunfall richtig helfen.

Häufigste Ursache für einen Unfall am Grill ist der falsche Umgang mit Brandbeschleunigern.. Sie werden in die beginnende Glut gekippt, um den Grill schneller anzuheizen. Dabei kann eine Stichflamme entstehen, die nicht nur die Person am Grill verletzt, sondern auch auf umstehende Personen übergreifen kann.

Tipp 1: Bei schweren Verbrennungen Notruf 112 absetzen
Rufen Sie bei schweren und bei großflächigen Verbrennungen sofort den Rettungsdienst (Notruf 112). Besonders bei Verbrennungen im Gesicht, oder wenn heiße Luft eingeatmet wurde, kann die Situation für den Verletzten lebensbedrohlich werden. Verbrennungen verursachen erhebliche Schmerzen, die der Notarzt durch wirksame Schmerzmittel begrenzen kann.

Tipp 2: Flammen am Körper löschen oder ersticken
Ersticken Sie in Brand geratene Kleidung, indem Sie eine Decke oder ein großflächiges Kleidungsstück fest auf den Körper drücken und die Flammen vom Kopf an abwärts ausstreichen. Vorsicht: Nutzen Sie auf keinen Fall eine Decke aus synthetischen Fasern! Löschen Sie den Brand mit Wasser. Sollte ein Feuerlöscher zur Hand sein, dürfen Sie den Schaum niemals ins Gesicht spritzen. Der Einsatz erfolgt in kurzen Löschstößen, ebenfalls vom Kopf an abwärts. Entfernen Sie verbrannte Kleidungsstücke, sofern sie nicht mit der Haut verklebt sind. Sie speichern die Wärme und können weiteres Gewebe schädigen.

Tipp 3: Brandverletzungen nicht dauerhaft kühlen
Hautschädigungen bei Verbrennungen sind nach wenigen Sekunden abgeschlossen. DRK-Bundesarzt Professor Dr. Peter Sefrin rät: „Große Brandwunden nicht kühlen. Bei kleinflächigen Wunden (kleiner als die Handinnenfläche) kann zur Schmerzlinderung kurzfristig gekühlt werden.“ Eine länger andauernde Kühlung mit Wasser kann bei großflächigen Verletzungen eine Unterkühlung nach sich ziehen. Bedecken Sie die Wunde mit einem (Brandwunden)-Verbandtuch aus dem Verbandkasten Ihres Autos. Verbinden Sie dann die Wunde locker und ohne Druck. Decken Sie den Verletzten gegebenenfalls mit der Rettungsdecke ab, um eine Auskühlung zu verhindern. “Hausmittel“ wie Salben, Öle oder Mehl gehören keinesfalls auf eine Brandwunde.

Tipp 4: Sorgen Sie für Sicherheit!
Ausschließlich im Freien grillen. Verwenden Sie nur feste Grillanzünder und Brennpasten. Gießen Sie niemals flüssigen Brennstoff wie Spiritus, Benzin oder andere Brandbeschleuniger auf die heiße Kohle. Halten Sie einen Eimer mit Löschwasser griffbereit. Achten Sie auf einen sichern Stand des Grills. Spielende Kinder und tobende Hunde können ihn umwerfen. Achten Sie darauf, dass keine alkoholisierten Personen den Grill bedienen. Klären Sie Kinder ihrem Alter entsprechend über den Umgang und die Gefahren von offenem Feuer auf.

Erste-Hilfe-Kurse in Ihrer Nähe finden Sie hier: http://www.drk-rhein-sieg.de/kursangebote/erste-hilfe/

Extra-Blatt "Siebengebirge" vom 23. Mai 2015

Königswinter (zi). Unfälle und Krankheiten können Jeden zu jeder Zeit treffen. Oft sind die Patienten dann auf Blutspenden angewiesen. "In Deutschland müssen 80 Prozent aller Patienten Blut bekommen", erklärte Bernhard Franz, 1. Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, anlässlich der Ehrung der Blutspenderjubilare. Da sich Blut nicht künstlich herstellen ließe, sei es umso wichtiger, dass ausreichend Blutspenden zur Verfügung stünden. In Deutschland spendeten drei Prozent aller Bürger Blut, sechs Prozent indes würden benötigt im Jahresmittel, so Franz.

"Sie tun etwas sehr Wichtiges", wandte sich Franz an die Blutspenderjubilare und würdigte ausdrücklich deren ehrenamtlichen Einsatz im Sinne der Nächstenliebe. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin von Königswinter, Cornelia Mazur-Flöer, sprach den Blutspendern ihren ausdrücklichen Dank aus. So hat Markus Pieger 125 Mal Blut gespendet. Hubert Beck brachte es auf 75 Mal und Frank Einig und Edith Zens-Jarzombeck auf 50. Für 25-maliges Blutspenden wurden zudem Wilfried Büllesbach, Ulrich Kehlenbach, Irmgard Klein, Frank Ronge und Walburga Tentler ausgezeichnet. Für die Jubilare gab es Ehrennadel in Gold und Urkunden, sowie kulinarische Präsente.

Der DRK-Ortsverein Königswinter hat eine lange Tradition. Schon seit 1924 engagieren sich Menschen in und um Königswinter für das Deutsche Rote Kreuz. Derzeit zählt der Ortsverein rund 520 Mitglieder. Davon gehören 30 zu den aktiven Helfern und 490 zu den Förderern. Der soziale Einsatz, der Sanitätsdienst, der Katastrophenschutz und der Blutspendedienst stehen im Zentrum der Aktivitäten des DRK-Ortsvereins. Zwölfmal im Jahr gibt es in Königswinter Blutspendetermine. Jeder kann teilnehmen, der die dafür nötigen gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllt.

DRK-Presseinfo vom 04.05.2015

Immer mehr Menschen wenden sich an das Rote Kreuz, um vermisste Angehörige zu finden. „Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat Europa nicht mehr solche Flüchtlingsströme erlebt wie gegenwärtig", sagte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters auf einer Pressekonferenz am 4. Mai 2015 in Hamburg. Anlässlich des 70-jährigen Bestehens dieser wichtigen DRK-Institution in seiner heutigen Form verwies er darauf, dass allein im vergangenen Jahr mehr als 1.000 Suchanfragen von Flüchtlingen oder ihren Angehörigen gestellt wurden. „In Anbetracht der aktuellen Situation müssen wir uns darauf einstellen, dass diese Zahl steigt, denn Krisen und bewaffnete Konflikte weltweit führen weiterhin zu erzwungenen Familientrennungen."

Der DRK-Suchdienst unterstützt Menschen, die durch bewaffnete Konflikte, Katastrophen, Flucht, Vertreibung oder Migration von ihren Nächsten getrennt wurden. Seine Aufgabe ist es, Angehörige zu finden, sie wieder miteinander in Kontakt zu bringen und Familien zu vereinen.

Die Suche nach Angehörigen, die seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst werden, bleibt ein wichtiges Aufgabenfeld. Im vergangenen Jahr erreichten knapp 14.000 Anfragen diesbezüglich das DRK. In mehr als 4.300 Fällen konnten Auskünfte über das Schicksal der Gesuchten gegeben werden.

An den Suchdienst-Standorten Hamburg und München sowie in rund 80 Suchdienst-Beratungsstellen in den DRK-Kreisverbänden werden auch Spätaussiedler und ihre Angehörigen kompetent beraten. Nach Katastrophen oder großen Schadensereignissen im Inland informieren ehrenamtliche Helfer in Kreisauskunftsbüros die Familien der Betroffenen über ihren Verbleib.

Mehr Informationen unter: www.drk-suchdienst.de

Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Königswinter

Bahnhofstraße 47
53639 Königswinter

Tel.: (02223) 91 15 10
Fax: (02223) 91 15 12

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