DRK-Presseinfo v. 27.10.2015

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,5 hat Teile Südasiens erschüttert und insbesondere in Nordafghanistan und in Pakistan große Schäden verursacht. Lokale Helfer des Deutschen Roten Kreuzes sind in Pakistan vor Ort, um dazu beizutragen, die Menschen schnell mit dem Nötigsten zu versorgen. „Viele Dörfer sind von der Kommunikation abgeschnitten. Derzeit bemüht sich die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ein klares Bild des Schadens zu erstellen und erste Hilfsmaßnahmen zu koordinieren. Der Pakistanische Rote Halbmond hat bereits Erkundungsteams in den am schwersten betroffenen Gebieten  mobilisiert“, sagt Christian Hörl, stellvertretender Teamleiter Internationale Zusammenarbeit im DRK-Generalsekretariat.
Das Epizentrum des Bebens lag rund 82 Kilometer südöstlich der afghanischen Stadt Fayzabad im Hindukusch. In Pakistan sind die Auswirkungen in den an Afghanistan angrenzenden Regionen sowie in Khyber Paktunkhwa, Punjab, Balutschistan, der Region Kaschmir und bis in die Hauptstadt Islamabad zu spüren. Das ganze Ausmaß der Schäden kann nur schrittweise erfasst werden, da die Telefonleitungen vielerorts unterbrochen und Zuwege zum Teil unbefahrbar sind. Nach ersten Schätzungen gehen die pakistanischen Behörden aktuell von insgesamt mehr als 200 Toten aus. Die Zahlen könnten allerdings höher liegen, da weitere Tote unter den Trümmern der Häuser vermutet werden.
„Viele Häuser sind durch das Erdbeben unbewohnbar geworden. Es müssen schnell Hilfsgüter in die betroffenen Regionen gebracht werden um die obdachlos gewordenen Menschen vor der Kälte zu schützen. Schnee und starke Regenfälle behindern zudem die Rettungsarbeiten“, sagt Christian Hörl.
Der Pakistanische Rote Halbmond hat in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden Rettungskräfte in den betroffenen Regionen zusammengezogen und Ambulanzfahrzeuge auf den Weg geschickt. Die Bereitstellung von Hilfsgütern ist bereits im Gange.

DRK-Presseinfo v. 30.09.2015

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) spricht sich für eine Aufwertung der Arbeit ehrenamtlicher Helfer durch den Gesetzgeber aus. „Ohne die vielen tausend ehrenamtlichen Helfer wäre die Betreuung der Flüchtlinge in Deutschland in der jetzigen Dimension gar nicht machbar“, sagte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. Das DRK fordert von der Politik, die ausgebildeten ehrenamtlichen DRK-Helfer und die Helfer befreundeter Hilfsorganisationen bei nationalen Großeinsätzen wie der Flüchtlingsbetreuung mit der Freiwilligen Feuerwehr gleichzustellen.

Das DRK betreut derzeit in den Bundesländern  311 Notunterkünfte mit mehr als 86.000 Flüchtlingen. Außerdem unterstützt es die Bundesregierung dabei,  zusätzliche feste Unterkünfte und sogenannte Warteräume für mehre tausend Flüchtlinge zu schaffen. Insgesamt sind mehr als 15.000 ehrenamtliche und hauptamtliche DRK-Helfer bundesweit rund um die Uhr im Einsatz, die meisten davon ehrenamtlich. „Viele von ihnen sind mittlerweile an die Grenzen ihrer Belastbarkeit angekommen“, erklärte Seiters, der das Thema auch beim Treffen der Kanzlerin mit Vertretern humanitärer Hilfsorganisationen am Dienstag zur Sprache brachte.
Zwar stünden „ungebundene Helfer“ in erfreulich hoher Zahl zur Verfügung, müssten aber von erfahrenen, ausgebildeten Helfern zumindest begleitet werden. Diese seien für die benötigten Aufgaben speziell ausgebildet worden oder hätten im Ausland bereits Erfahrung beim Aufbau von Unterkünften gesammelt. Um die materiellen Folgen für Helfer und ihre Arbeitgeber abzufedern, müssten sowohl die Freistellung als auch die Lohnfortzahlung gesichert werden, sagte Seiters. Nach der derzeitigen Lage hätten ehrenamtliche DRK-Helfer im Unterschied zur Feuerwehr oder Technischem Hilfswerk keinen Anspruch auf Freistellung durch den Arbeitgeber. Das DRK ist mit 400.000 ehrenamtlichen Helfern und rund 150.000 hauptamtlichen Mitarbeitern die größte humanitäre Hilfsorganisation in Deutschland.

DRK-Presseinfo v. 16.09.2015

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird die Bundesregierung bei der Bereitstellung von bis zu 40.000 Erstaufnahmeplätzen für Flüchtlinge unterstützen. „Wir werden alles tun, um der Bundesregierung bei der Unterbringung und bei der sanitätsdienstlichen Betreuung der Flüchtlinge zu helfen“, sagte DRK-Generalsekretär Christian Reuter, der bei dem Gipfeltreffen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten am Dienstagabend vertreten war und dort die Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes zusicherte. Es komme jetzt darauf an, sehr schnell und pragmatisch auf die neuen Herausforderungen zu reagieren.
Für die Unterkünfte sollen u.a. Liegenschaften des Bundes genutzt werden. „Es ist eine große nationale Aufgabe, Menschen, die vor Krieg und Verfolgung flüchten, zu helfen. Ich bin mir auch sicher, dass Deutschland diese außergewöhnliche Herausforderung meistern kann“, sagte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters am Mittwoch.
Seiters zeigte sich erfreut über das große Engagement der mehreren tausend  ehrenamtlichen und hauptamtlichen DRK-Helfer, die bereits bislang bundesweit bei der Betreuung von mehr als 280 Notunterkünften mit rund 78.000 Flüchtlingen im Einsatz sind. „Ohne die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter und auch die vielen spontanen Helfer wäre die Betreuung der Flüchtlinge in Deutschland überhaupt nicht möglich. Was da derzeit geleistet wird, ist großartig“, sagte Seiters.

DRK-Presseinfo v. 09.09.2015

Rund 1,5 Millionen Menschen schult das Deutsche Rote Kreuz jedes Jahr in Erster Hilfe. Um zu zeigen, wie wichtig eine solche Ausbildung ist, wird alljährlich am zweiten Sonnabend im September weltweit der Erste-Hilfe-Tag begangen. „In diesem Jahr wenden wir uns besonders an die Senioren“, betont DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin. „Wir wissen, dass bei Senioren besonders anfällig sind für Unfälle, wie zum Beispiel Stürze. 80 Prozent der Hüftfrakturen sind die Folge von Stürzen und hier sollte man wissen, was zu tun ist. Bei unzureichender Erster Hilfe kommt es zu einschneidenden gesundheitlichen Folgen.“

Angesichts der Tatsache, dass rund ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland über 60 Jahr alt ist, gewinnt die Ausbildung von Senioren an Bedeutung. „Wenn sie fit in Erste Hilfe sind, können sie auch Menschen in ihrem Umfeld helfen, wenn es notwendig ist“, so Sefrin. Das DRK hat sich in seinen Erste-Hilfe-Lehrgängen und auch mit speziellen Seniorenkursen darauf eingestellt. Sie berücksichtigen zum Beispiel, dass Unfälle und besonders Stürze,  aber auch nicht-ansteckende Krankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetes für ältere Menschen besonders schwerwiegende Folgen haben. Außerdem leiden sie auch stärker unter den Auswirkungen von Extremwetter (Hitze, Stürme, starker Schneefall). Um im Notfall Angst und Panik gar nicht erst aufkommen zu lassen, sollten auch Senioren die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen, um ihren Familienangehörigen oder Freunden helfen zu können, wenn es notwendig ist.

Einen Erste-Hilfe-Kurs in Ihrer nähe finden Sie hier...

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