Extra-Blatt "Siebengebirge" vom 23. Mai 2015

Königswinter (zi). Unfälle und Krankheiten können Jeden zu jeder Zeit treffen. Oft sind die Patienten dann auf Blutspenden angewiesen. "In Deutschland müssen 80 Prozent aller Patienten Blut bekommen", erklärte Bernhard Franz, 1. Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, anlässlich der Ehrung der Blutspenderjubilare. Da sich Blut nicht künstlich herstellen ließe, sei es umso wichtiger, dass ausreichend Blutspenden zur Verfügung stünden. In Deutschland spendeten drei Prozent aller Bürger Blut, sechs Prozent indes würden benötigt im Jahresmittel, so Franz.

"Sie tun etwas sehr Wichtiges", wandte sich Franz an die Blutspenderjubilare und würdigte ausdrücklich deren ehrenamtlichen Einsatz im Sinne der Nächstenliebe. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin von Königswinter, Cornelia Mazur-Flöer, sprach den Blutspendern ihren ausdrücklichen Dank aus. So hat Markus Pieger 125 Mal Blut gespendet. Hubert Beck brachte es auf 75 Mal und Frank Einig und Edith Zens-Jarzombeck auf 50. Für 25-maliges Blutspenden wurden zudem Wilfried Büllesbach, Ulrich Kehlenbach, Irmgard Klein, Frank Ronge und Walburga Tentler ausgezeichnet. Für die Jubilare gab es Ehrennadel in Gold und Urkunden, sowie kulinarische Präsente.

Der DRK-Ortsverein Königswinter hat eine lange Tradition. Schon seit 1924 engagieren sich Menschen in und um Königswinter für das Deutsche Rote Kreuz. Derzeit zählt der Ortsverein rund 520 Mitglieder. Davon gehören 30 zu den aktiven Helfern und 490 zu den Förderern. Der soziale Einsatz, der Sanitätsdienst, der Katastrophenschutz und der Blutspendedienst stehen im Zentrum der Aktivitäten des DRK-Ortsvereins. Zwölfmal im Jahr gibt es in Königswinter Blutspendetermine. Jeder kann teilnehmen, der die dafür nötigen gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllt.

DRK-Presseinfo vom 04.05.2015

Immer mehr Menschen wenden sich an das Rote Kreuz, um vermisste Angehörige zu finden. „Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat Europa nicht mehr solche Flüchtlingsströme erlebt wie gegenwärtig", sagte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters auf einer Pressekonferenz am 4. Mai 2015 in Hamburg. Anlässlich des 70-jährigen Bestehens dieser wichtigen DRK-Institution in seiner heutigen Form verwies er darauf, dass allein im vergangenen Jahr mehr als 1.000 Suchanfragen von Flüchtlingen oder ihren Angehörigen gestellt wurden. „In Anbetracht der aktuellen Situation müssen wir uns darauf einstellen, dass diese Zahl steigt, denn Krisen und bewaffnete Konflikte weltweit führen weiterhin zu erzwungenen Familientrennungen."

Der DRK-Suchdienst unterstützt Menschen, die durch bewaffnete Konflikte, Katastrophen, Flucht, Vertreibung oder Migration von ihren Nächsten getrennt wurden. Seine Aufgabe ist es, Angehörige zu finden, sie wieder miteinander in Kontakt zu bringen und Familien zu vereinen.

Die Suche nach Angehörigen, die seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst werden, bleibt ein wichtiges Aufgabenfeld. Im vergangenen Jahr erreichten knapp 14.000 Anfragen diesbezüglich das DRK. In mehr als 4.300 Fällen konnten Auskünfte über das Schicksal der Gesuchten gegeben werden.

An den Suchdienst-Standorten Hamburg und München sowie in rund 80 Suchdienst-Beratungsstellen in den DRK-Kreisverbänden werden auch Spätaussiedler und ihre Angehörigen kompetent beraten. Nach Katastrophen oder großen Schadensereignissen im Inland informieren ehrenamtliche Helfer in Kreisauskunftsbüros die Familien der Betroffenen über ihren Verbleib.

Mehr Informationen unter: www.drk-suchdienst.de

DRK-Presseinfo vom 26.04.2015

Das Deutsche Rote Kreuz steht bereit, um den Erdbebenopfern in Nepal zu helfen. "Sobald eine Bestätigung seitens des Nepalesischen Roten Kreuzes und der Internationalen Föderation vorliegt, werden wir einen Hilfsflug mit Decken, Zelten, Trinkwasser und anderen Hilfsgütern organisieren", sagt Christof Johnen, Leiter der Internationalen Zusammenarbeit beim DRK. Das Deutsche Rote Kreuz ruft außerdem dringend zu Spenden für die Erdbebenopfern auf.

Das DRK steht im engen Kontakt zum Auswärtigen Amt, um die Hilfe zu organisieren. "Innerhalb von 24 Stunden könnten wir von Berlin aus einen Hilfsflug starten.", sagt Johnen. Derzeit sei die Lage in Nepal völlig unübersichtlich. In Berlin-Schönefeld befindet sich ein großes Logistikzentrum des DRK, in dem Hilfsgüter und unter anderem auch ein mobiles Krankenhaus vorrätig sind.

Die Helfer des Nepalesischen Roten Kreuzes, der Schwesterorganisation des DRK, sind vor Ort rund um die Uhr im Einsatz, um Verletzte zu versorgen. Die Blutbank des Roten Kreuzes in der Hauptstadt Katmandu versorgt außerdem Kliniken mit Blutreserven für die Erdbebenopfer.

Das DRK ruft dringend zu Spenden für die Erdbebenopfer auf:

Spendenkonto:
IBAN DE63370205000005023307
BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft)
Stichwort: Erdbeben Nepal

DRK-Presseinfo v. 20.04.2015

Nach dem jüngsten Flüchtlingsdrama mit mehreren hundert Toten appelliert das Deutsche Rote Kreuz an die Bundesregierung, sich für ein neues Seerettungsprogramm der Europäischen Union im Mittelmeer einzusetzen. „Wir können nicht Menschen ertrinken lassen, weil sich niemand verantwortlich fühlt. Die Europäische Union muss jetzt rasch handeln", sagt der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Dr. Rudolf Seiters. Ein neues Seerettungsprogramm allein reiche jedoch nicht aus.

Nach Ansicht des DRK-Präsidenten sollten Flüchtlinge aus Afrika die Möglichkeit erhalten, legal nach Europa zu gelangen. Dazu könnte die EU in den Transitländern Einrichtungen eröffnen, damit sich die Menschen um Visa oder um Asyl bewerben können. „Notwendig ist auch eine gerechte Flüchtlingsverteilung innerhalb der Europäischen Union. Denn allein aufgrund der Konflikte in mehreren Ländern des Nahen Ostens wird die Zahl der Flüchtlinge, die in Europa Zuflucht suchen, in diesem Jahr deutlich steigen", sagt der Präsident der größten humanitären Hilfsorganisation in Deutschland.

Die beste Hilfe sei die Hilfe für die Menschen vor Ort, um deren Lebensbedingungen zu verbessern. Deshalb müsse die humanitäre Unterstützung in den Herkunftsländern verstärkt werden. „Für das DRK bleibt die Hilfe für die vom Konflikt in Syrien betroffenen Menschen auch in diesem Jahr unsere größte humanitäre Operation", sagte Seiters. In Syrien erreichte die Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes im Jahr 2014 mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung und der EU rund zwei Millionen Menschen – vor allem mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs. Auch in den Nachbarländern Libanon, Jordanien, dem Irak und der Türkei ist das DRK aktiv.

Das Deutsche Rote Kreuz ist für die Hilfe der Flüchtlinge im Nahen Osten dringend auf Spenden angewiesen:

Spendenkonto:
IBAN DE 63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft)

Stichwort: Flüchtlinge Syrien

Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Königswinter

Bahnhofstraße 47
53639 Königswinter

Tel.: (02223) 91 15 10
Fax: (02223) 91 15 12

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