Unsere Geschichte

Das Rote Kreuz in Königswinter - eine Chronik


1859

Der Genfer Geschäftsmann Henri Dunant wird Augenzeuge der Schlacht bei Solferino. Unter dem Eindruck der erschreckenden Zustände nach der Schlacht zwischen den Truppen Frankreichs und Piemont-Sardiniens auf der einen Seite und Österreichs auf der anderen Seite organisiert Dunant spontan Hilfe unter der Bevölkerung der benachbarten Gemeinden.



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 Henri Dunant (1828-1910)

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 Schlacht bei Solferino (1859)

1862 Henri Dunant veröffentlicht seine Erlebnisse in dem Buch "Eine Erinnerungen an Solferino" und verteilt dieses an führende Persönlichkeiten aus Politik und Militär in ganz Europa.

1863 In Genf wird das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) gegründet.

1864 Zwölf Staaten unterzeichen die erste Genfer Konvention "betreffend die Linderung des Loses der im Felddienst verwundeten Militärpersonen". Derzeit sind 194 den Genfer Konventionen (in der Fassung von 1949) beigetreten.

1895 Der damalige Bürgermeister des Amts Königswinter, Friedrich Kreitz,  gründet eine freiwillige Sanitätskolonne, die jedoch zunächst nur bis 1903 bestand hatte.

1901 Henri Dunant erhält den Friedensnobelpreis.

1921 In Bamberg wird das Deutsche Rote Kreuz gegründet.

1924 Unter dem Namen "Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Königswinter" wird eine neue DRK-Organisation aus der Taufe gehoben. Bereits im Folgejahr nahmen 13 männliche Mitglieder erfolgreich an einer Ausbildung in Erster Hilfe teil.

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 Sanitätskolonne Königswinter (1924)               

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 Sanitätskolonne Königswinter (1929)

1935 Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten werden die Sanitätskolonnen in Bad Honnef, Oberkassel (mit Heisterbacherrott) und Königswinter zu einer Männer- und einer Frauenbereitschaft zusammen gelegt.

1940 Die weibliche DRK-Bereitschaft Königswinter zählt 220 Mitglieder, die als Schwesternhelferinnen in Soldatenheimen, im Krankenhausdienst, in Lazaretten, bei der Unterbringung von Evakuierten und in den weiteren Kriegsjahren bei Luftangriffen, in der Betreuung der Heimatvertriebenen und bei der Kinderlandverschickung oft unter Einsatz ihres Lebens tätig wurden.

1949 Der Krankentransport in Königswinter wird wieder in die Hände des Roten Kreuzes gelegt. Ab da übernahm die Sanitätskolonne den Unfallrettungsdienst und Krankentransport überall dort, wo sie aus den Siebengebirgsorten angefordert wurden.

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 Einsatzfahrzeug Mercedes 170 (1949)

1953 Dem DRK-Zug in Königswinter-Altstadt wird eine Sanitätsstelle in Ittenbach angeschlossen.

1961 Der Kollonnenführer Anton Spindler sen. stirbt und sein Sohn Toni Spindler übernimmt die Leitung.

1969 Im Zuge des Raumordnungsverfahrens wurde die Königswinterer Bereitschaft in einzelne Züge aufgeteilt. Die männliche Bereitschaft übernahm Hermann-Josef Henseler (Heisterbacherrott), die weibliche Bereitschaft blieb unter der Leitung von Betty Hillen-Landwehrs.

1973 Es finden erste Vorgespräche zur Gründung eines einzelnen DRK-Ortsvereins im Stadtgebiet Königswinter statt. Der Krankentransport wird in vollem Umfang an den  zukünftigen Ortsverein übertragen.

1979 Am 31. März 1979 findet die Gründungsversammlung des DRK-Ortsvereins Königswinter e.V. in der Aula des Schulzentrums Oberpleis statt. Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender: Franz Josef Schmitz (Stadtdirektor)

1. Stellvertretender Vorsitzender: Erich Lichtenberg (1. Beigeordneter)

2. Stellvertretende Vorsitzende: Dr. Renate Heck (Ratsmitglied)

Schatzmeister: Hans-Dieter Halm

Schriftführer: Dietrich Rux (Leiter des Sozialamtes)

Ortsvereinsarzt: Dr. Philipp Schäfer (Heisterbacherrott)

Justitiar: Günter Hank (Rechtsanwalt)

Beisitzer: Franz Unterstell

Beisitzerin: Marlies Bordihn

Beisitzer: Wilfried Kirschbaum

Dem Vorstand gehören ferner die Leiter der jeweilige Rot-Kreuz-Gemeinschaften als geborene Mitglieder an.

1981 Am 1. Januar 1981 wird die neu erbaute Unterkunft des DRK Ortsvereins Königswinter e.V. in Thomasberg/Herzeleid eröffnet und vom Katastrophenschutz angemietet. Untergebracht sind hier zunächst ein Küchenwagen, zwei Mannschaftswagen, ein Behelfs-Krankentransportwagen, zwei Feldküchen und ein Anhänger.

1982 Am 1. April 1982 trat eine Vereinbarung zwischen dem DRK Ortsverein und der Stadt Königswinter (als Träger des Rettungsdienstes) in Kraft, nach der die Aufgaben des Krankentransports für die westlichen Teile der Städte Königswinter und Bad Honnef an das Rote Kreuz übertragen wurden.

1983 Der damalige Vorsitzende Franz-Josef Schmitz gibt die Gründung einer Jugend-Rot-Kreuz-Gruppe bekannt. 47 Jugendliche im Alter von sieben bis 17 Jahren hatten ihr Interesse bekundet, im Roten Kreuz tätig zu sein.

1985 Der Krankentransport unter der Leitung von Rita Tarnowsky beschäftigt nunmehr drei Ganztagskräfte, eine Halbtagskraft und einen Zivildienstleistenden Dr. Thomas Hoffmann (Heisterbacherrott) tritt die Nachfolge des verstorbenen Bereitschaftsarztes Dr. Philipp Schäfer an. Der Ortsverein hat im Berichtsjahr 1.222 Mitglieder.

1987 Die neu errichtete Rettungswache des DRK Königswinter unterhalb der Drachenbrücke wird am 1. August von Pfarrerin Dorothee Demond und Pfarrer Josef Pock feierlich eingeweiht. Gleichzeitig übergab die Stadt Königswinter dem Krankentransportdienst einen fabrikneuen Krankentransportwagen.

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 Einweihung der Krankentransportwache (1987)

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 Mercedes-Krankentransportwagen (um 1987)

1988 Der Krankentransportdienst wird auf die östlichen Teile der Städte Königswinter und Bad Honnef ausgedehnt.

1989 Die M- und W-Bereitschaften beteiligen sich spontan an der Betreuung der in Bonn-Beuel, Remagen und Ahrweiler aus der Prager Botschaft eintreffenden DDR-Übersiedler.

1991 Anstelle der bei den turnusmäßigen Neuwahlen ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Dietrich Rux (Schriftführer) und Franz Unterstell (Beisitzer) werden Peter Wirtz und Bernhard Weiß in den Vorstand gewählt. Darüber hinaus wird der Vorstand durch den Leiter des Jugend-Rot-Kreuzes erweitert.

1994 Führungswechsel bei der M-Bereitschaft. Nach 25 Jahren Bereitschaftsführung wurde Hermann-Josef Henseler im Haus Bachem feierlich verabschiedet. Als neuen Bereitschaftsführer stellte Schmitz Bernd Weiß (Heisterbacherrott) vor. Marlies Bordihn schied aus dem Vorstand aus, für Sie wählte die Ortsversammlung Renate Kappel in den Vorstand.


1999

Der DRK Ortsverein Königswinter e.V. feiert sein 20-jähriges Bestehen. Der Vorstand im Jubiläumsjahr setzte sich wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender: Franz Josef Schmitz

1. Stellvertretender Vorsitzender: Erich Lichtenberg

2. Stellvertretende Vorsitzende: Dr. Renate Heck

Schatzmeister: Hans-Dieter Halm

Schriftführer: Peter Wirtz

Ortsvereinsarzt: Dr. Thomas Hoffmann

Beisitzerin: Renate Kappel

Beisitzer: Hermann-Josef Henseler

Beisitzer: Dr. Alexander Dauth

Dem Vorstand gehören ferner die Leiter der jeweilige Rot-Kreuz-Gemeinschaften, Bernd Weiß (M-Bereitschaft), Rosi Reifferscheid (W-Bereitschaft) und Andreas Wybenga (Jugend-RK) an.

2007 Die neu erbaute Rettungswache des DRK Ortsverein Königswinter e.V. wird feierlich eingeweiht. Neben dem Krankentransportdienst des Roten Kreuz beherbergt die Rettungswache nunmehr auch den städtischen Rettungsdienst. Der Betreuungsdienst und die Blutspende finden in der ehemaligen Krankentransportwache ihre neue Unterkunft.

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 Krankentransportwache (2007)

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 Unterkunft (2007)

2016 Auf der Grundlage des überarbeiteten Rettungsdienstbedarfsplans des Rhein-Sieg-Kreises geht der Kranktentransportdienst des DRK Königswinter e.V. in städtische Hand über. Der Ortsverein konzentriert sich künftig auf die ehrenamtlichen Tätigkeiten im Sanitäts- und Betreuungsdienst sowie vor Allem in der Blutspende.

 

Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Königswinter

Bahnhofstraße 47
53639 Königswinter

Tel.: (02223) 91 15 10
Fax: (02223) 91 15 12

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